Oberaargau

Umfahrungsstrasse Aarwangen

Die geplante Umfahrungsstrasse im Oberaargau führt durch wertvolle Naherholungsgebiete bei Aarwangen und Bützberg. Diese Gebiete würden mit dem Bau der Strasse zerschnitten und damit stark beeinträchtigt. In diesen Gebieten befinden sich Lebensräume von geschützten Pflanzen und Tieren. Die Strasse gefährdet die Existenz dieses Schutzgebiet (Smaragdgebiet Oberaargau) und bedroht die lokale Artenvielfalt.

Durch das Projekt wird viel Land permanent beansprucht: rund 4.5 Hektaren Kulturland (alles Fruchtfolgeflächen) und rund 1.6 Hektaren Wald – während der Bauphase sogar ein Vielfaches davon. Auch das an die Strasse angrenzende Land wird massiv entwertet (Lärm, Abgase, Gummiabrieb, Littering).

Der grosse Verlust von wertvollem Kulturland ist mit dem Kulturlandschutz und der Versorgungssicherheit unvereinbar. Diese Flächen werden für immer zerstört. Zudem fördert die neue Strasse die Zersiedelung und verlagert die Verkehrsprobleme nach Thunstetten-Bützberg und Langenthal.

Projektskizze Linienführung Umfahrungsstrasse Aarwangen

Quelle: Projektvortrag Kanton Bern

Gegen dieses unverhältnismässige Projekt aus dem letzten Jahrhundert gibt es im Oberaargau seit vielen Jahren wachsenden Widerstand. Neben direkt betroffenen Landwirt:innen und Anwohner:innen führen u.a. WWF, ProNatura, Stiftung Landschaftsschutz und VCS Beschwerde. Die Detailprojektierung hat aufgezeigt, dass das Projekt in der jetzigen Form nicht bewilligungsfähig ist: es beansprucht ganze 16 Ausnahme- und Spezialbewilligungen. Allein die Auflage des Strassenplans hat im letzten Jahr zu 171 Einsprachen geführt. 

Aktion des Vereins "Natur statt Beton" gegen die Umfahrungsstrasse Aarwangen

© Verein "Natur statt Beton", Stephan Rappo